
Runder Tisch Radverkehr legt Handlungsempfehlungen vor
„Der Runde Tisch Radverkehr hat hervorragende Arbeit geleistet. Seine Handlungsempfehlungen geben allen Beteiligten wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung Baden-Württembergs als Fahrradland. Mit der Zusammenführung von vorhandenen Initiativen in eine übergeordnete Konzeption wollen wir neue Akzente setzen und zugleich die Bedeutung des Themas Radverkehr für unsere Mobilität, Umwelt und den Tourismus im Land unterstreichen.“ Das sagten Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle und der Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Thomas Baur, am Montag, 3. März 2008, in Stuttgart.
Der Runde Tisch Radverkehr mit Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung habe sich seit November 2006 in zwei Arbeitskreisen mit den Themen Infrastruktur, Tourismus und ÖPNV einerseits und den Schwerpunkten Gesundheit, Sport, Freizeit, Sicherheit, Kinder, Senioren und betriebliche Mobilität anderseits befasst. Erste Ergebnisse seien in einem knapp 30 Seiten umfassenden Katalog zusammengestellt worden. Dessen Handlungsempfehlungen hätten als Schwerpunkt das Fahrradmanagement in Baden-Württemberg. Der Runde Tisch schlage die Gründung eines Landesbündnisses „ProRad“ vor, dessen Mitglieder aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Unternehmen sich für eine Verbesserung des Fahrradklimas und für eine engagierte Förderung des Radverkehrs einsetzen sollen. „Dieses Bündnis begleitet Parlament, Regierung und Verwaltung und setzt sich dafür ein, dass die Ziele beim Radverkehr erreicht werden“, sagte der ADFC-Vorsitzende. Ein landesweit tätiger Fahrradmanager könne die Aktivitäten der Beteiligten koordinieren, für einen systematischen Informationsaustausch und die Einhaltung, Weiterentwicklung und Kommunikation fahrradfreundlicher Standards sorgen.
Ein neues Internetportal „FahrRad in Baden-Württemberg“ solle allen Interessierten Informationen rund um das Thema Fahrrad bieten. Nach Einschätzung des ADFC ist die Einrichtung eines Fahrradmanagements bundesweit einmalig und beispielgebend. Der „Runde Tisch Radverkehr“ halte auch eine „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ für notwendig. Dieser Zusammenschluss aller, die am Radverkehr interessierten Landkreisen, Städten und Gemeinden solle ein Forum für Erfahrungsaustausch sein, kommunale Radverkehrsproblem lösen und neue Impulse gibt vor Ort geben.
„Baden-Württemberg positioniert sich als Fahrradland. Die Handlungsempfehlungen sind sehr anspruchsvoll. Deshalb werden wir zusammen mit unseren Partnern prüfen, wie sich die einzelnen Maßnahmen erfolgreich und zügig umsetzen lassen. Dies gilt besonders für den Vorschlag einer finanziellen Förderung des kommunalen Radverkehrs“, sagte Köberle. Noch vor der Sommerpause werde der Runde Tisch Radverkehr in einem zweiten Teil Empfehlungen zu den Themen Sicherheit, Alltagsradeln und fahrradfreundlicher öffentlicher Verkehr vorstellen und damit seine Arbeit abschließen.
Zusatzinformationen:
Der Runde Tisch Radverkehr ist zugleich ein Projekt der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Die Handlungsempfehlungen sind im Internet unter www.im.baden-wuerttemberg.de abrufbar.
Für Rückfragen steht Ihnen auch der Landesvorsitzende des ADFC, Thomas Baur, unter der Telefonnummer 0172/7633829 zur Verfügung.
Quelle: Innenministerium Baden Württemberg
Nachricht vom 3.3.08 17:49
17.05.2009, 13:07 von
dinkel |
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