Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten steht das Land zur Förderung von Kunst und Kultur
Das Land investiere pro Jahr rund 340 Mio. Euro zur Förderung von Kunst und Kultur. „Im laufenden Haushaltsjahr 2009 konnten seit Jahren erstmals wieder neue Fördermaßnahmen im Theater- und Filmbereich angestoßen werden“, sagten Oettinger, Frankenberg und Birk. Das Kunstministerium setze 4 Mio. Euro zusätzlich im Theaterbereich ein, und die Filmförderung habe um 3 Mio. Euro auf 8 Mio. Euro deutlich gesteigert werden können.
Ein zentrales Anliegen der Landesregierung in der Kulturpolitik sei die Stärkung der kulturellen Bildung. „Unsere Theater, Orchester und Museen leisten in diesem Bereich bereits Vorbildliches. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele aus dem Kinder- und Jugendtheaterbereich und der Museumspädagogik. Wir wollen die Aktivitäten auch in den Schulen noch weiter ausbauen und mit den Kultureinrichtungen vernetzen“, sagten Oettinger, Frankenberg und Birk.
Weitblickende Kunstpolitik müsse darüber hinaus der demografischen Entwicklung, dem technologischen Fortschritt und dem verändertem Verhalten der Kulturnutzerinnen und -nutzer Rechnung tragen, sagte Kunststaatssekretär Birk. „Deshalb haben wir uns entschlossen, dies zu einem wichtigen Thema des Kongresses zu machen.“ Der Staatssekretär kündigte an, das Kunstministerium wolle die Schwerpunkte und Perspektiven der Kulturpolitik möglichst für die kommenden zehn Jahre bestimmen.
Auf dem Kongress stünden verschiedene Fragestellungen zu den Bereichen Darstellende Kunst, Museen, Musik sowie Literatur, Archive und Bibliotheken im Zentrum der Diskussion. Die in vier Fachforen erzielten Gesprächsergebnisse würden im Anschluss dem Plenum vorgestellt. „Mit der Veranstaltung wird der Austausch von Kulturschaffenden und politisch Verantwortlichen gestärkt, damit wir gemeinsam positive Bedingungen für Kunst und Kultur im Land schaffen“, sagten Oettinger, Frankenberg und Birk.
Vorgesehen sei auch ein Bericht des Vorsitzenden des Landeskunstbeirates, Ernst Elitz, über die Arbeit des Gremiums, sagte Kunststaatssekretär Birk. Der Landeskunstbeirat sei im Rahmen eines ersten Kongresses zur Kulturpolitik des Landes am 2. November 2005 als externes Beratungsgremium der Landesregierung beschlossen worden und habe bereits mehrere Empfehlungen abgegeben - unter anderem zum Management privater Kunstförderung, der Partizipation von Migrantinnen und Migranten am Kulturleben, zur kulturellen Bildung, Musik- und Theaterfestivallandschaft sowie der öffentlichen Kulturfinanzierung und Museums- und Sammlungspolitik. Die Arbeit des Landeskunstbeirates werde im Herbst 2009 abgeschlossen sein. „Die Schlussempfehlungen sollen noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden“. sagte Staatssekretär Birk.
Quelle: Staatsministerium BW 04.05.2009
